Viele Gerichte schmecken ohne ein bisschen Süße nicht. Doch welche Alternativen habe ich, um den handelsüblichen Haushaltszucker zu vermeiden.

Wer sich mit Ernährung auseinandersetzt oder gar Unverträglichkeiten hat, der weiß, dass der herkömmliche weiße Industriezucker – auch Haushaltszucker genannt – alles andere als gesund ist. Aber etwas Süße gehört nun einmal in der Küche dazu und sie muss auch nicht immer ungesund sein.
Mittlerweile gibt es wunderbare Alternativen zu weißem Haushaltszucker. Einige davon möchte ich euch in meinem Beitrag vorstellen:

ALternativen zu Haushaltszucker

Ahornsirup

Er ist eine beliebte und aromatische Alternative zum Haushaltszucker. Hierbei handelt es sich um den eingedickten Saft des Zucker-Ahorns. Ahornsirup enthält hauptsächlich Saccharose, den Zweifachzucker, und zu geringen Teilen auch Glukose und Fruktose, die man als Einfachzucker bezeichnet.

Je heller der Ahornsirup ist, desto milder ist sein Geschmack. Es gilt also die Regel: je heller der Sirup, umso milder ist er bzw. je dunkler umso kräftiger schmeckt er.
Da die Bezeichnung “Ahornsirup” in Europa leider nicht geschützt ist, sollte man beim Kauf unbedingt auf die verschiedenen Gütesiegel achten, die einen naturreinen Ahornsirup kennzeichnen. Auch sollte man bei einem  solchen Naturprodukt auf die Nachhaltigkeit achten. Bei der Produktion muss unbedingt darauf geachtet werden, dass den einzelnen Bäumen nicht zu viel Saft entnommen wird.

Dattelsirup

Der Dattelsirup ist voller Vitalstoffe und ein wahrer Bakterienkiller. Er soll ähnliche Wirkungen vorweisen wie Antibiotikum.
Die angenehm fruchtige Dattelsüsse kann z.B. zum Backen, für Desserts oder für leckere Heiss- und Kaltgetränke verwendet werden. In kleineren Mengen kann man damit auch für Salate, Suppen, Marinaden und Sossen aufpeppen.
Hier zeige ich euch, wie man Dattelsirup ganz leicht selbst herstellen kann.

Agavendicksaft

Der Agavendicksaft wird auch als Agavensirup bezeichnet. Er gilt als naturbelassenes Süßungsmittel. Allerdings gibt es auch hier große Unterschiede in der Herstellung und Verarbeitung. Der mindestens 8 Jahre alten Agave wird vor der Blütezeit der innere Kern entfernt. Daraufhin kann für mehrere Monate der Agavensaft entnommen werden. Dieser Saft wird gefiltert und thermisch behandelt und dick dadurch ein.
Agavendicksaft besteht zum größten Teil aus Fruktose (Einfachzucker), die nur wenig Einfluss auf unseren Blutzuckerspiegel hat. Der Anteil an freier Glukose ist hingegen eher gering.

Honig

Auch bei Honig sollte man auf die Qualität achten. Zwar kann man nicht die durch die Honigbienen angeflogenen Pflanzen beeinflussen, aber man sollte auf die Haltung der Bienenvölker achten. Bei biologischen Honiganbietern werden hierbei höhere Anforderungen gestellt.
Es gibt viele unterschiedliche Honigarten, aber eines haben sie gemeinsam: einen hohen Zuckeranteil. Vor allem Fruktose und Glukose in freier Form, aber auch Saccharose, Maltrose und Oligosaccharide (Kohlenhydrate).

Kokosblütenzucker

Der Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalme gewonnen. Dieser wird in Behältern aufgefangen. Durch Aufkochen oder Erwärmen bei niedriger Temperatur mit einem Vakuum-Dampfkocher entstehen die sogenannten Kokosblütenzuckerkristalle.
Auch hier sollte beim Kauf unbedingt auf die nachhaltige und ökologische Produktion geachtet werden.
Kokosblütenzucker ist derzeit der Star unter den Süssungsmitteln, da er für seinen sehr geringen glykämischen Wert bekannt ist. Dieser Wert gibt an, wie stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Daher eignet sich Kokosblütenzucker für alle, die unter Diabetes leiden. Auch bei Krankheiten wie Übergewicht, Krebs, Gallensteinen und Herzerkrankungen bietet sich die Verwendung von Kokosblütenzucker an.
Neben seinem niedrigen glykämischen Wert ist Kokosblütenzucker ausserdem ein sehr nährstoffreiches Süssungsmittel, er ist reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Bor, Zink, Schwefel und Kupfer.

Stevia

Die Steviapflanze kommt ursprünglich aus Südamerika und enthält Steviolglykoside. Diese haben eine 30 x stärkere Süßwirkung als Haushaltszucker.
Stevia besitzt keine Kalorien und hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Allerdings erhält man im Handel kaum noch reine Steviaprodukte. Viele werden mit Zucker, Süßstoffen oder anderen Trägerstoffen gemischt.